Jede Stunde,jede Minute in deinen Leben, ist ein Geschenk.Verschiebe nichts,was Dein Leben Freude bereitet,den Du weisst nicht,wieviel Zeit Dir noch bleibt!

 

 

 

 

Das diffus intrinsische Ponsgliom (DIPG) ist eine Art von Hirntumor, der im Pons lokalisiert ist, einem Teil des Hirnstamms im unteren hinteren Bereich des Hirns, in der Nähe des oberen Ende des Rückenmarks. Vor allem Kinder erkranken am DIPG, wobei die meisten Diagnosen im Alter zwischen 5 und 7 Jahren gestellt werden. DIPG macht 10-15 % aller Hirntumoren bei Kindern aus. Etwa 100-150 neue Diagnosen werden jedes Jahr in den Vereinigten Staaten gestellt und etwa 300 Diagnosen pro Jahr in ganz Nordamerika und Europa. Im Gegensatz zu vielen anderen pädiatrischen Krebsarten sind in Bezug auf die Verbesserung der Behandlung des DIPG und die Heilungsrate im Verlauf der letzten Jahrzehnte nur wenig Fortschritte erzielt worden. Leider überleben weniger als 10 % der Kinder mit DIPG zwei Jahre nach ihrer Diagnose.

Der Name diffus intrinsisches Ponsgliom beschreibt die Art und Weise des Wachstums des Tumors, die Stelle, an der er sich befindet, und die Art von Zellen, aus denen sich der Tumor bildet. Diffus bedeutet, dass die Tumorgrenzen nur schwer auszumachen sind: er wächst auftreibend in anderes Gewebe hinein, so dass sich die Krebszellen mit den gesunden Zellen vermischen. Aus diesem Grund ist es unmöglich, DIPG-Tumore chirurgisch zu entfernen, ohne gesundes Gewebe zu beschädigen. Das macht es so schwierig, DIPG zu behandeln. 

   

 

 

 

 

Der grösste Irrtum unserer Tage bei der Behandlung des menschlichen Körpers besteht darin, dass Ärzte zuerst die Seele vom Körper trennen.

 

 

 

 

 Es ist Dein Weg,manche können mit Dir gehen aber keiner kann ihn für Dich gehen.

 

 

 

    

 

 

Manchmal erkennt man erst am Ende des Weges, warum man ihn gehen musste. 

 

 

            

                                                            3 Monate vor der Diagnose 2012                                                              2011   

 

 

Wenn die Sprache der Seele nicht mehr gehört wird, fängt der Körper an zu reden!

 

 

Mami, ich will sterben! 

 

Chidera`s  Zeichnung im Oktober 2012

Oktober 2012

 

 Das Leben ist wie Zeichnen ohne Radiergummi.........

 

Januar 2013

 

Listen to the Wind,it talks.Listen to the silence, it speaks.Listen to your heart, it knows.

 

 

Mami, es ist Krebs!

 

 

 

Am 18. Februar 2013 war der Tag des MRI's (Magnetresonanztomographie). 
Chi Chi ging es seit längerer Zeit nicht gut. Seit einem halben Jahr kamen immer mehr Symptome (psychisch und körperlich) dazu. 
In der Nacht zum 18.02. schlief Chi sehr schlecht und kurz bevor wir im Kinderspital ankamen, erbrach sie im Auto. 
Im Spital angekommen bereiteten die Ärzte alles für die bevorstehende Narkose vor. Alles lief nach Plan.
Mein Mann und ich warteten, bis sie Chi wieder in den Aufwachraum fuhren. Wir müssten uns noch ein wenig gedulden, meinten die Schwestern. Ich war sehr positiv eingestellt und hätte nie einen Gedanken daran verschwendet, dass Chi krank sein könnte. 
Nach drei Stunden wurde Chi langsam wieder wach. Ich saß auf ihrem Bettrand und streichelte ihre Haare. 
Sie schaute mich an und flüsterte: „Mama, es ist Krebs!” Ich war geschockt und erwiderte sofort „Nein, du hast doch keinen Krebs.” 
Das Warten wurde unerträglich. Langsam kamen mir Zweifel: „Was, wenn Chi Recht hatte???” Nach einer gefühlten Ewigkeit kamen vier Ärzte und baten uns in ein anderes Zimmer. Ich dachte nur noch: „SCHEISSE, vier Ärzte auf einmal, das kann nichts Gutes heißen.” 
Kaum hatten wir uns hingesetzt, wurden wir mit den Worten „Ihr Kind hat Krebs, unheilbar. Chidera wird sterben.” auf einen anderen Planeten geschleudert. Auf jenen, auf dem niemand freiwillig leben möchte. Von diesem Moment an gab es kein Entrinnen, kein Wegrennen, kein Aufwachen mehr. Wir mussten uns dem Unfassbaren stellen: „Unsere Chi Chi würde sterben!”

 

 

18.Februar 2013,Tag der Diagnose

 

Höre auf deine Seele und unterdrückte Gefühle!Lache,Liebe.....Leide oder sei glücklich.

Lebe....

Denn wer weiss, was Morgen ist.

 

  

 

 

 Nimm Dir Zeit den Himmel zu betrachten.Suche Gestalten in den Wolken.Höre das Wehen des Windes und berühre das kalte Wasser.Gehe mit leisen und behutsamen Schritten.Wir sind Eindringlinge, die von einem  unendlichen Universum nur für kurze Zeit geduldet werden.

 

 

 It cannot  cripple Love.

It cannot shatter hope.

It cannot corrode faith.

It cannot eat away peace.

It cannot destroy confidence.

It cannot silence courage.

It cannot reduce eternal life.

It can not quench the spirit.

 

 

 

 

Es kommt nicht darauf an wie viel Zeit man miteinander verbringt ,sondern wie intensiv die Momente sind.

 

Chi Chi mit Oma .eine Woche bevor sie ihre Reise ins Sternenland machte.

 

 

Mann braucht nicht viel Kraft um etwas festzuhalten.Mann braucht viel Kraft um etwas los zulassen!

 

 

 

Ein gesunder Mensch hat mindestens 1000 Wünsche 

 ein kranker hat nur einen Wunsch!

 

 

 

                        Wallisellerlauf zugunsten Krebskranker Kinder                             3 Monate später hat Chi  selber Krebs                                        

    

November 2012                                               September 2013

 

 

 

Das Leben verlangt von uns sehr oft, das wir Dinge wegstecken müssen , für die wir gar keine Taschen haben!

 

August 2013

 

 

 

 

Jede Mauer hat irgendwo ein Ende, jeder Berg lässt sich irgendwo umgehen, über jeden Fluss führt irgendwo eine Brücke.

Irgendwann, wird immer das Wort

HOFFNUNG stehen.

 

 

 

 

Gott, gibt mir keine zweite Chance

Chidera

 Gott gibt mir keine 2 Chance

Chidera war immer sehr sportlich und aktiv.Wo immer es nur ging machte sie das Rad.Chi ging es trotz Palliativ Care gut.Sie lebte ihr Leben sehr intensiv weiter,ging zur Schule und besuchte ihre geliebten Hobbys.
Eines morgens im Juni kam Chidera aus ihren Bett zu uns in die Küche.Sie strahlte über beide Ohren sie sah so glücklich aus wie schon lange nicht mehr.
Wisst ihr was mir heute Nacht passiert ist?, fragte sie uns:
Ich habe Gott gesehen.Es war alles soo goldig und ganz hell.Ihre Augen leuchteten vor Freude und sie schwärmte von dieser einzigartigen Begegnung in ihrem Traum.Wir waren natürlich sehr neugierig und wollten wissen,
Ist Gott eine Frau oder ein Mann ?Das weiss ich auch nicht aber


GOTT GIBT MIR KEINE 2 CHANCE!

alles war soo hell und goldig einfach schön.
Chi war immer noch hin und weg und erzählte es gleich der ganzen Familie.
Ja Gott gab ihr keine zweite Chance nur wenige Wochen später bekam Chi eine Tumor Blutung.Dieses Ereignis war sehr schmerzhaft und veränderte Chi'Gesundheits Zustand.Obwohl sie sich durch ihren starken Willen wieder gut erholte konnte sie nie mehr das Rad schlagen und ihre geliebten Hobbys ausführen.
Diese Begegnung mit Gott machte Chi so glücklich das ich weiss das es ihr jetzt gut geht.Gott gibt mir keine 2 Chance


 

 

Ich nehme die Medikamente sowieso nur für Dich Papa. 

 

 

 Wir alle begleiten uns nur gegenseitig nach Hause!

 

 

Als du auf die Welt kamst,lächelten alle, nur du weintest.Lebe so, dass wenn du stirbst alle weinen und nur du lächelst.

 

 Mit einem verschmitzten lächeln im Gesicht bist du Chi Chi in der Vollmondnacht von uns gegangen! 

 

 

The signs that you`re receiving are real. 

 

Oh ja, ganz viele.......

 

 

Alle Dunkelheit der Welt , kann das Licht einer einzigen Kerze nicht auslöschen!

 

 

 

 

Die Zeit verändert Menschen.Die Zeit verändert Gefühle.Die Zeit verändert Situationen.Die Zeit verändert Träume und Gedanken.

Aber....

Das Einzige was sich nicht verändern kann, sind alte, schöne Momente, Erinnerungen und die Vergangenheit!

 

 

 

Alles hat seine Zeit, es gibt  eine Zeit der Freude, eine Zeit der Stille, eine Zeit des Schmerzes, der Trauer und eine Zeit der dankbaren Erinnerungen.

 

 

 

Jemanden zu vermissen ist qualvoll.Jemanden zu hassen, ist leicht.Jemanden zu vergessen ist unmöglich.

 

 

 

 

Neue Anfänge werden oft verkleidet durch schmerzhaften Endungen

 

 

 

 

 

Genau in den Moment, als die Raupe dachte die Welt geht unter, wurde Sie zum Schmetterling. 

 

24.August 2013

 

 

Thank you Chi Chi for being a part of my journey.

 

 

Du bist erst reich, wenn du etwas hast, das man mit Geld nicht kaufen kann.

 

 

 

 

Wenn du Licht in deinem Herzen hast,wirst Du den Weg nachhause finden.

 

 

Es gibt immer eine gute und eine schlechte Seite.Manchmal lehrte mich die schlechte des Lebens mehr Weisheit als die gute.

 

 

 

 

Karma - Handlungen

Jede Handlung, die ein Mensch ausführt oder in manchen Fällen auch hinterlässt, trägt zu seiner karmischen Bilanz bei.

 

Jede Aktion, die ausgeführt wird,folgt eine Reaktion.Wenn du eine negative Handlung erzeugst,wird das Ergebnis wiederum eine negative Sache sein, die irgendwann zu Dir zurückkommt.Genau so zeugt eine positive Handlung einen guten Ertrag.

 

 

 

 Die stärksten Menschen sind die, die Kämpfe gewinnen von denen niemand etwas weiss.

 

 

 Chi Chi Power

 

 

07.Juni 2013, einTag nach der schlimmen Tumorblutung. 

 

Wenn etwas schlimmes passiert, hast Du drei Möglichkeiten.

Du lässt zu dass es dein Leben Dich einschränkt.

Du lässt zu, dass es Dich zerstört.

Oder Du lässt zu, dass es Dich stärker macht.

 

 

Ein Hoffnungsschimmer für die Behandlung der  herzzerreissenden Krankheit

 

  

 

Stanford – Der HDAC-Inhibitor Panobinostat, der in den USA kürzlich zur Behandlung des multiplen Myeloms zugelassen wurde, könnte auch beim diffusen intrinsischen Ponsgliom, dem häufigsten tödlichen Hirntumor im Kindesalter, wirksam sein. Darauf deuten Laborversuche und Tierexperimenten in Nature Medicine (2015; doi: 10.1038/nm.3855) hin.

Das diffuse intrinsische Ponsgliom (DIPG) ist selten. Der Anteil an allen pädiatrischen Hirntumoren beträgt nur etwa 10 bis 15 Prozent. In Nordamerika und Europa zusammen erkranken jährlich nur etwa 300 Kinder. Ihre Heilungschancen sind derzeit gering. Die mittlere Überlebenszeit nach der Diagnose wird mit 9 Monaten angegeben. Das 5-Jahresüberleben liegt bei weniger als einem Prozent. Anders als bei vielen anderen pädiatrischen Krebsarten haben sich die Behandlungsergebnisse in den letzten Jahrzehnten kaum verbessert.

 

Doch die Forschung hat durch die Entwicklung von Zellkulturen und einem Tiermodell kürzlich neue Impulse erhalten. Ein internationales Forscherteam um Michelle Monje von der Stanford Universität hat begonnen, verschiedene Medikamente auf ihre Wirkung zu testen.

Von 83 gescreenten Mitteln erzielten 14 einen Antitumoreffekt. Am besten waren die Ergebnisse bei Panobinostat. Das Mittel vermindert laut den jetzt vorgestellten Untersuchungsergebnissen in Petri-Schalen die Lebensfähigkeit von DIPG-Zellen und nach einer Transplantation von Tumoren auf ein Mäusemodell wurde das Tumorwachstum deutlich verlangsamt.

Monje spricht in der Pressemitteilung von einem „Hoffnungsschimmer für die Behandlung der herzzerreißenden Krankheit“, die im Alter von vier bis neun Jahren mit Lähmungs­erscheinungen beginnt und rasch fortschreitet. Auch wenn der Tumor frühzeitig entdeckt wird, gibt es keine Möglichkeit, ihn chirurgisch zu entfernen. Zum einen zeigt der Tumor ein „diffuses“ infiltratives Wachstum. Zum anderen befinden sich im Hirnstamm, zu dem der Pons gehört, wichtige Kontrollzentren, etwa für die Atmung, die nicht verletzt werden dürfen. Die Behandlung besteht heute in einer Strahlentherapie, die nur eine begrenzte Wirkung zeigt. Alle Chemotherapien haben sich bisher als unwirksam erwiesen.

Panobinostat könnte, wenn sich die Ergebnisse in klinischen Studien bestätigen sollten, das erste wirksame Mittel werden. Es gehört zu einer neuen Gruppe von Krebsme­dikamenten, die als Histon-Deacetylase- oder HDAC-Inhibitoren bezeichnet werden. Diese Mittel blockieren das Enzym Histon-Deacetylase, mit deren Hilfe DNA-Abschnitte im Zellkern um kleine Proteine, die Histone, „gewickelt“ werden.

 

 

 

Mein Herz!Verliere nie die Hoffnung, denn die Wunder kommen im Unsichtbaren.

 

 

Aus den verrücktesten Ideen, entstehen doch immer die besten Erinnerungen.

 

Unser Flashmob 2013

 

Du bekommst nur einen kleinen Funken Verrücktheit.Verliere ihn nicht!

 

 

Der Dalai Lama hielt einmal  einen Vortrag vor einer Gruppe.Man sagte  ihm, da sei ein Krebskrankes Kind, das zu ihm wollte, und  so bat er das Kind  auf der Stelle  zu sich auf die Bühne.Mit dem strahlenden Lächeln. das von Natur aus sein Markenzeichen ist, bat der Dalai Lama das Kind respektvoll, dem Publikum zu sagen, was ihm  gerade durch den Kopf ging.Ohne zu Zögern drehte sich das Kind der versammelten Menschenmenge zu und sagte;

Ich bin ein Kind, das Krebs hat, aber in erster Linie bin ich ein Kind.Ich brauche Spiel.Ich brauche Lachen.Ich brauche es, dass ihr Freude seht, die in meinem Herzen ist.Und dann erst könnt ihr sehen, dass mein Körper Krebs hat.

 

 Du suchst in der Welt nach Schätzen, aber der wirkliche Schatz bist du selbst.

 

 

 

 Unser Kreis ist zeitlos,es fliesst ein neues Leben aus dem Tod und Leben gewinnt durch den Tod.

 

 

 

Du lebst nur einmal, aber wenn du es richtig machst, ist einmal genug!

 

 

 

At that exat moment everthing about my life changed , forever....... 

 

 

Sobald wir alle unsere Arbeiten auf dieser Erde erledigt haben, ist es uns erlaubt unseren Leib abzuwerfen, welcher unsere Seele, wie ein Kokon den Schmetterling gefangen hält.

Wenn die Zeit reif ist, können wir unseren Körper gehen lassen, und wir werden frei sein von Schmerzen, von Ängsten und Sorgen,frei wie ein wunderschöner Schmetterling, der Heimkehrt zu Gott.

Elisabeth Kübler-Ross

 

 

24.Okt 2013

 

 

gemalt im Nov 2012

 

 

Kleine weise Seele ich lass dich gehn, denn ich weiss wir werden uns wiedersehn!

 

 

 

 

 

Ein Blatt im Wind

so vielen Stürmen tapfer wiederstanden

und dich festgehalten.

Doch dieser letzte war zu stark

.....für uns alle.....

 

 

 

Das Märchen vom Ginkgoblatt

 

Leiser Regen fiel auf den alten Wald und wusch den Sommer von den Bäumen. Das Laub erglühte jetzt in allen erdenklichen Farben. Ein sanfter Wind sang dem Wald das Lied der letzten Stunden und ein matter Seidensonnenschimmer spiegelte sich in einer Regenpfütze. Es wurde Herbst.

Mitten im Wald wurde ein kleines Blatt, das sich nicht verfärben wollte, melancholisch: „ Einen Sonnenkreis habe ich gelebt, und nun soll ich also sterben!“ Das Blatt erinnerte sich an seine erste Begegnung mit dem Licht und träumte vom Duft des Frühlings. Jetzt, unter den Regentränen des Herbstes, sah alles ganz anders aus. Eine verzweifelte Angst schnürte es ein und hielt es gefangen. All seine Lebenskraft und Lebensfreude hatte das Blatt verloren und konnte weder leben noch sterben. „Was für einen Sinn hat mein Leben gehabt, wenn es jetzt alles aus sein soll?“ schluchzte das kleine Blatt und klammerte sich verzweifelt an seine fahlgrüne Farbe. Mit dem Verfärben begann das Sterben, das wusste es wohl. Sein Schluchzen hörte ein Blatt vom Nachbarbaum. „Warum weinst du, kleines Blatt?“ „ Ach, mir ist so elend! Einen Sonnenkreis habe ich gelebt, und nun muss ich sterben. Alles soll mit einem Mal aus sein. Ich habe solche Angst vor dem Tod.“

„Hab keine Angst, du gehst nicht verloren! Spürst du den sanften wind? Der Tod ist immer schon da in unserem Leben. Er umspielt uns so sanft wie der Wind. Wenn unsere Zeit erfüllt ist, nimmt er uns zu sich. Es ist, als ob er eine reife Frucht pflückt. Nein, vor dem Tod brauchst du keine Angst zu haben – in ihm ist das Leben.“

Das konnte das kleine Blatt nicht verstehen. Die Vorstellung von einem zärtlichen, ja liebenden Tod, in dem obendrein das Leben sein soll, war ihm gänzlich fremd. Der Tod war immer etwas Starkes und Furchterregendes für das kleine Blatt gewesen. Überhaupt, wie konnte dieses Blatt so vermessen daherreden? Es lebt doch selber noch und konnte wohl kaum mitreden. Doch gelassen und sicher, als hole es die Gedanken von weit her, antwortete das Nachbarblatt: „Man darf den Tod und das Leben nicht voneinander trennen, als ob sie nichts miteinander zu tun hätten und verschiedenen Wirklichkeiten angehörten. Leben und Tod sind auf geheimnisvolle Weise eins. Unser ganzes Leben ist ein einziges Einüben ins Sterben. Sterben heißt, sich loslassen. Jeder ist allein das, was er von sich weitergibt. Man nennt dies die Weisheit des Alters, kleines Blatt. Erst im Herbst unseres Lebens haben wir gelernt, alle Farben des Lichts an die Welt weiterzugeben. Nur deshalb sind wir im Herbst so farbenprächtig, weil wir begriffen haben: alles ist Geschenk, das es weiterzuschenken gilt. Wer loslassen kann, was er geschenkt bekam, der kann schließlich auch sich selbst loslassen. Hab also keine Angst vor dem Sterben – es muss sehr befreiend sein. Wer aber Angst hat zu sterben, der bekommt auch Angst, richtig zu leben. Er beginnt sein Leben abzusichern und sperrt es damit ein. Der Tod kann lebensgefährlich sein, wenn er einem Angst macht. Wer aber dem Leben vertrauen kann, wird keine Angst vor dem Tod haben. Er wird es wagen können und nur dem, der es wagt, wird es bunt, lebendig und reich.“

Das kleine Blatt war über diese Gedanken ganz still geworden. Viele Tage schwiegen die beiden miteinander und es war ein gutes Beisammensein. In der Stille reifen die wirklich großen Dinge. In dem kleinen Blatt entfaltete sich in den letzten Tagen ein großer Glaube. 

 Es lernte leben, weil es sterben musste. Das kleine Blatt begann sich selbst und die Farben seines Lebens an die Welt zu verschenken. Es hielt sich nicht länger krampfhaft fest, sondern hatte die Freiheit gewonnen. Äußerlich war das daran zu erkennen, dass es sich mehr und mehr verfärbte. Am siebten Tag schließlich leuchtet es in den schönsten Farben, von denen es nie geahnt hatte, sie alle in sich zu tragen. So lernte es im Geben und Verschenken den Reichtum seines Lebens kennen.

Zum Blatt am Nachbarbaum sagte es: “Danke, ich habe viel von dir gelernt. Du hast mir vom Sterben erzählt und es wurde eine Geschichte vom Leben. Solange ich hier am Baum lebe, nehme ich das Licht der Sonne auf und gebe es wieder ab. Je mehr ich davon abgebe, desto schöner werde ich. Ich glaube, der Tod hat gar nichts mit dem Sterben zu tun, so wie es die Welt versteht. Er ist vielmehr eine Art von Wachstum. Das Wesentliche an mir ist nicht meine jetzige Gestalt, denn sie ist wandelbar und ständig im Wachsen begriffen.

Das Wesentliche an mir ist vielmehr des einzigartige Leben, das in mir wohnt. Mein Leben ist das Licht. Mit jedem Tag nimmt es größeren Raum in mir ein und erfüllt mich mehr. Es wächst und reift, bis meine Blattgestalt, die Wohnung meines Lebens, schließlich zu klein ist. Mein kleines Lebenshaus steht der ganzen Fülle im Wege und ich wachse gewissermaßen darüber hinaus, ziehe in eine unendliche Wohnung ein und werde schließlich zu dem, wozu ich bestimmt bin: Licht. Warum ich darauf nicht früher gekommen bin, weiß ich nicht. Aber ich bin dankbar, dass es mir geschenkt wurde. Es ist so einfach: man braucht nur wesentlich zu werden.“   

 

Als einige Tage später der sanfte Tod kam und das Blatt mit sich nahm, sagte es noch diesen Satz: „Trauere nicht um mich, Welt. Wenn du wüsstest, wo ich jetzt hingehe, würdest du nicht weinen. Was du den Tod nennst, ist nicht das Ende, sondern allein die Vollendung.“  

 Ulrich Peters

 

Gestern ist weg.Morgen ist noch nicht gekommen.Wir haben nur heute.Lasst uns beginnen.

Mutter Teresa 

 

 

 

 
 

 

 

Maria`s field of hope in the City of Avon

 

 

Children Glioma cancer Foundation

https://www.prayersfrommaria.org/

 

 

 

 

 

 Some Kids wish to be a Cowboy, to be a Princess, to be a Chef or to be a Farmer.Other Kids wish for a cure so they can grow up.

 

www.lisann-spenden.de

 

 

 

 

Ulm - Hirntumore lassen sich künftig womöglich mit dem Schmerzmittel Methadon behandeln. Denn wie das Universitätsklinikum Ulm http://uniklinik-ulm.de in Laborexperimenten herausgefunden hat, führt Methadon in Kombination mit einer Chemotherapie zu einem Massensterben von Glioblastomzellen. Sogar gegen alle bisherigen Therapien resistente Tumorzellen wurden nicht verschont. Weitere Erkenntnisse sollen klinische Studien nun bringen.Schnittbilder: Methadon entpuppt sich als Krebskiller (Foto: pixelio.de, Rike)

 

Um 90 Prozent wirksamer

 

Das von der Deutschen Krebshilfe http://krebshilfe.de mit 299.000 Euro geförderte Forschungsprojekt konnte bereits 2008 zeigen, dass Methadon Leukämiezellen in den Zelltod treibt. "Wir haben entdeckt, dass die zusätzliche Gabe von Methadon bei einer Chemotherapie die Wirkung der Zellgifte um bis zu 90 Prozent verstärkt", verdeutlicht Chemikerin Claudia Friesen vom Ulmer Institut für Rechtsmedizin.

Für ihre Laborversuche machten sich die Ulmer Wissenschaftler zunutze, dass Glioblastomzellen an ihrer Oberfläche zahlreiche Moleküle aufweisen, die als Andockstelle für das Methadon dienen. Einmal an diese Opioid-Rezeptoren angedockt, legt das Methadon einen molekularen Schalter um und die Krebszelle öffnet ihre Schleusen. Nun können die Chemotherapeutika ungehindert die Tumorzelle erobern.

Weniger Nebenwirkungen

Die Ulmer Wissenschaftler haben zudem herausgefunden, dass eine mit Methadon behandelte Tumorzelle jedoch nicht nur mehr Zellgift aufnimmt als ohne Methadon, sondern auch viel weniger davon wieder abgibt. Damit wird eine weitere Verteidigungsstrategie der Krebszellen ausgehebelt: Als Abwehrreaktion auf das Zellgift pumpt sie normalerweise das Medikament schnellstmöglich wieder nach draußen.

Weil Methadon den Pumpmechanismus stört, verbleibt auch eine große Menge des Krebsmedikaments über einen langen Zeitraum in der Zelle, was die Wirksamkeit der Therapie erhöht. Denn eine geringere Menge des Medikaments wird benötigt, um die bösartige Zelle abzutöten. Patienten profitieren von weniger Nebenwirkungen durch die Chemotherapie und einer besseren Lebensqualität.

Hochschaukeln bis zum Zelltod

Auf der anderen Seite erhöht die Chemotherapie die Zahl der Opioid-Rezeptoren auf der Krebszelle. Größere Mengen Methadon können andocken. Mehr Methadon wiederum bedeutet mehr Zellgift in der Zelle. Auf diese Weise schaukeln sich Krebsmedikament und Methadon gegenseitig immer weiter hoch - bis die Krebszelle den Zelltod stirbt.

"Möglicherweise können wir mit Methadon bisher resistente Tumorzellen wieder für die Chemotherapie empfänglich machen", unterstreicht Krebsforscherin Friesen. Auch die berüchtigten Tumorstammzellen, die einen Rückfall auslösen können, hatten dem schlagkräftigen Duo Chemotherapie und Methadon nichts entgegenzusetzen, informiert die Wissenschaftllerin abschließend. "Wir wollen Methadon als Unterstützer und Verstärker der konventionellen Chemotherapie in den klinischen Alltag einbringen", so Friesen.